Bike Challenge ¦ Erfahrung, Vor-und Nachteile & Fazit

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Ich habe mich der Challenge gestellt, die mir sehr schwer fiel. Ein Freund von mir fährt täglich seine Arbeitswege mit dem Rad. Das hat mich so inspiriert das ich das probieren möchte! Im Laufe der Woche haben so viele geschrieben das sie selbst schon lange täglich mit dem Rad fahren. Das finde ich soso cool und super bewundernswert.
Für mich war es eine grosse Herausforderung und zu beginn der Woche recht unrealistisch. Dennoch habe ich mich drauf eingelassen.

Tag 1: Am Sonntag bin ich schon 40 km gefahren, dann ging es Montag weiter und es kamen wieder ein paar Kilometer zusammen. Da an dem Tag ein Fotoshooting war, wusste ich nicht so recht wo ich mein Rad hinstellen kann und wie meine Kollegen reagieren. Aber alles hat super funktioniert! Ich hatte leider noch keine Wechselkleidung dabei und auch sonst hatte ich noch ein paar Punkte die ich im Laufe der Woche verbessern wollte.
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An Tag 2 hat es mir voll erwischt. Platzregen den ganzen Tag! Trotz Regenkleidung waren meine Schuhe komplett nass, es war kalt und im High Fashion Store die Regenklamotten abzuwerfen war auch etwas seltsam. Abends hat sich dann das Wetter beruhigt, ich habe die Queen gesehen und die Horrorfahrt inkl einem Tag nasse Schuhe war vergessen. Man erlebt diese Stadt so viel anders auf dem Rad! Das war die erste richtig positive Erfahrung, die ich mit dem Rad fahren gemacht habe.
An Tag 3 hatte ich ein richtiges “Bikers High”. Ich bin runter gefahren nach Steglitz um dort etwas abzuholen und war sogar schneller als mit den öffentlichen. Klar ist es anstrengend, aber oftmals hat man ja das Problem das es mental anstrengend ist – nicht körperlich. Und mental war es die ganze Woche sehr einfach, mein Ziel zu verfolgen. Ich hatte also keine grossen Probleme an diesem Tag 38 km zu fahren.
Donnerstag, Tag 4, war grosser Boxenstopp angesagt. Ich brauchte neue Bremsbeläge und auch neue Schlappen kamen auch dazu. Erik und ich – bzw Erik mehr als ich – haben bis nachts um halb zwölf an den Rädern umgebastelt. Die neuen Reifen sehen nicht nur richtig cool aus sondern fahren sich auch noch super. Meine alten waren schon beim Rad mit dabei und haben schon einige Kilometer drauf.
Die Liebe zum Radfahren hat sich denke ich schon ab Mittwoch vertieft. Ich möchte es auf jeden Fall weiter durchziehen! Die Vorteile überwiegen eindeutig, ich habe deutlich mehr Energie. Interessant wird es, wenn ich mein normales Training wieder starte. Aktuell kann ich aufgrund eines Radunfalls vor 3 Wochen noch nicht laufen gehen und auch das Schwimmen ging zeitlich nicht. Dafür ist das Radeln perfekt! Ich spare sogar Zeit, habe einen leichten Trainingseffekt und für die Ausdauer ist es super.
Jetzt zur magischen Zahl: Ich bin von Montag bis heute, Samstag, 150 km gefahren, über 7 Stunden habe ich auf dem Rad verbracht! So viel wie noch nie im Training – und ich habe die lange Radtour (80 km waren geplant) heute nicht realisieren können da ich arbeite.
Diese Zahl ist so riesig! Ich hätte das niemals erwartet und schon gar nicht, dass mir das Ganze solchen Spass bringt!
Kurz noch mein Fazit in Form von Vor-und Nachteilen in Stichpunkten:

Vorteile:
– Ich erlebe Berlin neu und aktiv!
– Bewegung & mehr Energie
– Die Liebe zum Radfahren hat sich noch mehr entwickelt
– Frische Luft
– Zeitersparnis
– ökologischste Fortbewegungsmöglichkeit
– Glücksgefühle und Körpergefühl

Nachteile:
– Das “Outfit” leidet
– Schwitzen & Umziehen auf der Arbeit
– Radtransport & Radunterbringung
– Wind & Wetter
– grösserer Hunger (ob das ein Nachteil ist xD)

Es gab ein paar Problemen, denen ich mich gestellt habe.

Schwitzen
Das habe ich ganz einfach gelöst in dem ich mir ein zweiten Shirt in den Rucksack gepackt habe. Auf der Arbeit wechsle ich einfach das Shirt und fertig ist die Geschichte. Wenn ich wollte könnte ich sogar da duschen.
Schweis an sich stinkt ja nicht – es ist nur alter Schweis der anfängt zu riechen. Mit einem Funktionsshirt auf dem Weg ist das kein Problem

Radunterbringung
Ich fahre mit meinem Rennrad, mit dem ich auch Wettkämpfe fahre. Es ist nicht unendlich teuer gewesen, aber vor allem hat es natürlich für mich einen hohen Wert. Wenn ich im Laden arbeite oder im Atelier kann ich das Rad mitnehmen. Meine Chefinnen sind zum Glück auch radverrückt und so können wir an manchen Tagen fast ne Radwerkstatt aufmachen.
Sonst habe ich mich von meinem Papa beraten lassen und ein gutes Schloss gekauft (Danke Papa an dieser Stelle!)
So kann ich das Rad im Notfall drausen absperren – mache ich aber ungern.

Wind und Wetter
Dafür müssen noch ein paar Anschaffungen gemacht werden. Kleine Schutzbleche, gute Regenkleidung ein evtl einen kleinen Gepäckträger werde ich mir noch zulegen. Allerdings spiele ich auch mit dem Gedanken dieses Rad zu meinem Stadtrad zu machen und mir irgendwann ein Triathlonrad zu besorgen… Wie gesagt, die Liebe ist gross entflammt! Aber das sind erstmal noch Wunschträume.

In einem Extrapost möchte ich euch gerne noch Motivation mitgeben! Die Komfortzone lässt sich so wunderbar verlassen und es ist so grossartig über seine Grenzen zu gehen. Gerade im Moment wo ich sportlich mal wieder etwas ruhiger machen muss (Unfall) ist diese Ausgleich gold wert!

Wie ist das bei euch? Fahrt ich schon regelmässig mit dem Rad? Oder gibt es noch “Baustellen” im Bereich der Komfortzone?

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